
INFO
In der Schweiz entstehen Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern meist durch finanzielle Fragen, Mängel in der Wohnung oder Konflikte im Zusammenleben. Die folgende Übersicht erklärt typische Ereignisse und zeigt, welche Folgen sie für beide Parteien haben.
⚠️ Wichtige Hinweis
Streitfälle im Mietrecht entstehen oft, wenn wichtige Punkte nicht dokumentiert werden oder wenn Gespräche nur mündlich stattfinden.
Bei Problemen solltest du stets zuerst schriftlich beim Vermieter melden, Mängel mit Bildern belegen, Fristen setzen und Kopien sichern.
Wenn keine Lösung erfolgt, stehen in der Schweiz regionale Schlichtungsbehörden kostenlos zur Verfügung.
Bewahre alle Unterlagen auf besonders Übergabeprotokolle, Mietzinsabrechnungen und Korrespondenz.
Eine klare, nachvollziehbare Kommunikation schützt dich vor unberechtigten Forderungen und gibt dir eine bessere Verhandlungsposition.
💡 Merksatz:
Dokumentiere alle Mängel, Abmahnungen und Kautionsabrechnungen sorgfältig. Schriftliche Nachweise schützen vor späteren Streitigkeiten.
Mietkautionen in der Schweiz werden auf speziellen Konten deponiert und sind gesetzlich geregelt
(OR Art. 257e 257g). Es gibt folgende Möglichkeiten:
- Kautionssparbuch / Sperrkonto: Das Geld wird auf einem Bankkonto des Mieters hinterlegt, auf das der Vermieter ohne Zustimmung keinen Zugriff hat. (OR Art. 257e)
- Kautionsversicherung / Bürgschaft: Statt Bargeld kann eine Versicherung die Kaution abdecken. Sie springt im Schadensfall für den Vermieter ein. (OR Art. 257f)
- Treuhandkonto / Drittbankkonto: Die Kaution wird von einer neutralen dritten Partei verwaltet, was Schutz für Mieter und Vermieter gewährleistet. (OR Art. 257g)
Hinweis: Die Kaution darf maximal 3 Monatsmieten betragen, muss verzinslich angelegt werden, und nach Mietende korrekt abgerechnet werden.