« Schallschutz im Hochbau

Schallschutz im Hochbau SIA 181

Schallart
Anforderung
Richtwert dB(A)
Nutzungseinheiten
Hinweise
Schallart
Aussenlärm
Anforderung
Schutz vor Strasse, Bahn, Industrie
Richtwert dB(A)
Wohnraum ca. 30 33 dB(A), Schlafen ca. 25 28 dB(A)
Nutzungseinheiten
Wohnungen, Büro, Schulen, Hotels
Hinweise
  • Fensterqualität und Fassade entscheidend
  • Lärmkarten und Zonenvorgaben beachten
  • Höhere Anforderungen bei Schlafräumen
Schallart
Innenlärm
Anforderung
Lärm von Nachbarn oder Haustechnik begrenzen
Richtwert dB(A)
Wohnraum ca. 35 dB(A), Bad ca. 38 dB(A)
Nutzungseinheiten
Wohnungen, Büro, Praxen
Hinweise
  • Installationen entkoppeln
  • Massive Wände bevorzugen
  • Schallbrücken vermeiden
Schallart
Trittschall
Anforderung
Schritte und Bewegungen auf Böden reduzieren
Richtwert dB(A)
Grenzwert ca. 50 55 dB(A), erhöht: 45 dB(A)
Nutzungseinheiten
Wohnungen übereinander, Hotels, Schulen
Hinweise
  • Estrich entkoppeln
  • Weichdämmung unter Bodenaufbauten
  • Keine starre Verbindung zu Wänden
Schallart
Luftschall
Anforderung
Geräusche, die sich durch Luft ausbreiten (Stimmen, Musik)
Richtwert dB(A)
Einfluss grösstenteils über Wand- und Deckenmasse
Nutzungseinheiten
Alle Nutzungseinheiten
Hinweise
  • Schwere Bauteile verbessern Dämmung
  • Fugen abdichten
  • Mehrschalige Konstruktionen wirken besser
Schallart
Funktionsgeräusche
Anforderung
Geräusch gebäudetechnischer Anlagen, dessen Intensität und zeitlicher Ablauf weitgehend unabhängig vom Benutzer ist
Richtwert dB(A)
Kurzzeit- oder Dauergeräusche je nach Anlage, typische Richtwerte 25 35 dB(A)
Nutzungseinheiten
Alle Nutzungseinheiten, besonders Schlafen, Wohnen, Hotels
Hinweise
  • Beispiele: Heizung, Lüftung, Aufzug, Pumpen
  • Konstante Betriebsgeräusche müssen niedrig gehalten werden
  • Schwingungsdämpfer und Entkopplung zwingend
Schallart
Körperschall
Anforderung
Beim Betrieb oder der Benutzung gebäudetechnischer Anlagen und fester Einrichtungen entstehender Körperschall und Luftschall, der durch die Konstruktion übertragen und als Luftschall abgestrahlt wird
Richtwert dB(A)
Je nach Nutzung, Richtwert ca. 30 45 dB(A)
Nutzungseinheiten
Wohnungen, Büro, Schulen, Hotels
Hinweise
  • Böden, Decken und Installationen entkoppeln
  • Schwingungsdämpfer einsetzen
  • Schallbrücken vermeiden
Schallart
Einzelgeräusch
Anforderung
Geräusch mit einer Dauer von maximal 3 Minuten und geringer Häufigkeit des Auftretens
Richtwert dB(A)
Kurzzeitgeräusche ca. 28 42 dB(A)
Nutzungseinheiten
Wohnungen, Hotels, Büro
Hinweise
  • Beispiele: WC-Spülung, Türenschlagen
  • Montage und Entkopplung entscheidend
  • Pendelfallhammer zur Prüfung verwenden
Schallart
Dauergeräusch
Anforderung
Geräusch mit einer Dauer von mehr als 3 Minuten oder sehr häufiger Auftreten
Richtwert dB(A)
Dauergeräusche ca. 30 35 dB(A), je nach Nutzung
Nutzungseinheiten
Wohnungen, Hotels, Schulen, Büro
Hinweise
  • Heizung, Lüftung, Pumpen oder Maschinenanlagen
  • Konstante Geräuschquellen dämpfen
  • Entkopplung und Schwingungsdämmung beachten
Schallart
Benutzungsgeräusche
Anforderung
Geräusch von Anlagen und Einrichtungen, dessen Intensität und Ablauf stark vom Benutzer abhängig ist
Richtwert dB(A)
Typische Spitzenwerte 30 40 dB(A), je nach Nutzung
Nutzungseinheiten
Wohnungen, Hotels, Schulen, Büro
Hinweise
  • Beispiele: WC-Spülung, Duschen, Türen, Waschmaschine
  • Lärmminderung durch richtige Montage und Dämpfung
  • Pendelfallhammer zur Prüfung von Deckel- und Türgeschlagen